leben lieben lernen

Leben, lieben, lernen, Spiritualität – vier Bereiche, die gleichermaßen Aufmerksamkeit brauchen

Es ist der einfachste, klarste und am leichtesten anwendbare Leitgedanke für ein gelingendes Leben, den ich kenne.

Ich bin schon jetzt gespannt, was Sie dazu sagen (zum Beispiel unten im Kommentarfeld).

Als Menschen haben wir vier Grundbedürfnisse:
leben, lieben, lernen und „ein Vermächtnis hinterlassen“.

So hat es Stephen Covey in seinem Buch „Der Weg zum Wesentlichen“ ausgedrückt.
Auf ihn geht diese Idee zurück.

Ich nenne das vierte Bedürfnis einfach „Spirit“, weil es häufiger die richtigen Assoziationen erzeugt als dieses tümelnde Wort „Vermächtnis“.

Neuere Ausgaben dieses Buch-Klassikers sprechen mehr von „ein Lebenswerk zu erschaffen“ statt „Vermächtnis“, habe ich mir sagen lassen. Klingt erheblich zeitgemäßer.

Sei´s drum, das Entscheidende dieses Ansatzes ist, dass unser Lebensschiff in Schieflage gerät, wenn wir auch nur einen der vier Lebensbereiche vernachlässigen.

Diese vier Lebensbereiche brauchen gleichmäßig Aufmerksamkeit.

Ich kann das nach sechs Jahrzehnten Leben nur bestätigen.

Und Sie?

Halten Sie doch in der Lektüre einen Moment inne und fragen Sie sich:
Was denke ich zu leben-lieben-lernen-Spirit?
Was sagt mein inneres Barometer?
Könnte da was dran sein?

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Buchautor Covey meint mit leben, lieben, lernen, Spirit Folgendes:

> leben

Das Grundbedürfnis „leben“ beinhaltet alles, was unser Überleben sicherstellt.
Unser Weiterleben.

Also essen, trinken, ein Dach über dem Kopf, es warm haben, Bewegung, auch medizinische Versorgung.

Und darüber hinaus Dinge, die unser Wohlbefinden steigern können, z.B. eine schöne Wohnung zu bewohnen oder einen gewissen Komfort genießen zu können.

> lieben

Freundschaft, Familie, Partnerschaft, Sex…

Alles was uns Nähe, Kontakt und Verbundenheit mit anderen Menschen erleben lässt, gehört in diese Kategorie.

Als Menschen wollen wir uns auf andere Menschen beziehen, wollen unser Leben teilen, unsere Erlebnisse und Erfahrungen.

Wir wollen uns zugehörig fühlen.

> lernen

Hier ist unser Bedürfnis gemeint, Neues erfahren zu wollen, uns ausdehnen und entfalten zu wollen.

So wie es Kinder auf ganz natürliche Art leben und uns Erwachsenen vorleben, wenn wir ihnen beim Spielen zuschauen.

Gemeint ist, nur zuzuschauen!
Und nicht den Entertainer zu spielen oder störende Fragen zu stellen à la „Na? Spielst du schön?“

(Doch doch, das kommt vor!)

> ein Vermächtnis hinterlassen – Spirit

Das Wort Vermächtnis ist auf Anhieb kaum zu verstehen, auf mich wirkt es altertümlich.

Stephen Covey meint damit die spirituelle Komponente unseres Lebens und Strebens:
unsere Suche nach Sinn und Orientierung, nach Verbundenheit mit dem Großen Ganzen.

Das kann Religion sein, muss es aber nicht.
Was Spiritualität im Alltag sein könnte, darüber hat sich Ralf Senftleben mal Gedanken gemacht.

Wir werden unzufrieden, wenn wir nicht alle vier Grundbedürfnisse beachten.

In diesem Satz liegt so viel Weisheit.

Und Orientierung.

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Sind Sie bereit, das beispielhaft zu überprüfen?

Mal angenommen, Sie vernachlässigen „leben“:
Weil Sie sich beispielsweise wenig um Ihr Zuhause kümmern, selten aufräumen, die Miete verspätet bezahlen oder Ihre Wohnung schlecht und unregelmäßig lüften.

Wie würde sich das für Sie auswirken?
In Ihrem Leben?
Im Leben anderer?

Was würde im Außen geschehen?
Was im Innen, wie würden Sie sich fühlen?

Gönnen Sie sich solche Gedanken-Exkursionen.
Sie lohnen sich, weil sie Ihnen Engstellen aufzeigen und helfen, zu Integrität sich selbst und anderen gegenüber zurück zu finden.

[Übrigens: leben, lieben, lernen und Spirit, das sind die Kategorien dieses Blogs.
Sie finden den Hinweis bei jedem Beitrag unter der Überschrift.]

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„Der Weg zum Wesentlichen“ ist weit mehr als ein Buch über Zeitmanagement.
Stephen Covey bietet sehr konkrete, lebenspraktische Aspekte für ein privat und beruflich gelingendes Leben.

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Oder Sie greifen zu Coveys noch bekannterem Werk:
„Die 7 Wege zur Effektivität“

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Vielen Dank!

3 Kommentare, sei der nächste!

  1. Lieber Robert,
    es ist gut, dass du uns (also auch mich) auf die Wichtigkeit dieser vier Bereiche leben, lieben, lernen, Spirit hinweist. Ich stimme dir da voll zu, die Wichtigkeit ist sofort klar. Nur, ihnen „die gleiche Aufmerksamkeit“ zukommen zu lassen, halte ich für schwierig, selbst dann, wenn wir das ins Bewusstsein nehmen, es uns ernsthaft vornehmen.

    Vermutlich müssen wir aber gar nicht erst versuchen, diese gleichmäßige Aufmerksamkeit zu jeder Zeit zu geben, sondern zu verschiedenen Zeiten verschiedene Schwerpunkte setzen. Hauptsache am Ende irgendeines Zeitabschnitts (z.B. ein Jahr) ist diese Gleichheit, zumindest ungefähr, eingetreten.

    Wenn ich frisch verliebt bin, habe ich es gerade nicht so mit dem Lernen (Die Notwendigkeit kommt dann bei der ersten Krise *lach*), und wenn ich gerade ein Haus baue und mit der Bank um den besten Kredit feilsche, muss der Spirit sicher auf bessere Zeiten warten. Hauptsache, diese besseren Zeiten kommen dann auch.

    Vielleicht ist es eine Idee, dass ich mich mal eine Weile beobachte und feststelle, welcher der vier Bereiche gerade am meisten hinten runter fällt und mir dann einen Zettel mit dem Wort an den Rand des Bildschirms klebe. Ich versuch’s mal.
    Danke für deine Anregung.
    LG, Till

    1. Danke für diese wichtige Ergänzung, Till.
      Denn genau SO ist es: „Vermutlich müssen wir aber gar nicht erst versuchen, diese gleichmäßige Aufmerksamkeit zu jeder Zeit zu geben, sondern zu verschiedenen Zeiten verschiedene Schwerpunkte setzen. Hauptsache am Ende irgendeines Zeitabschnitts (z.B. ein Jahr) ist diese Gleichheit, zumindest ungefähr, eingetreten.“

      Alles zu seiner Zeit.
      Der Jahresrückblick ist nach meiner Erfahrung eine sehr stimmige Gelegenheit zu schauen, wie ich die vier Lebensbereiche mit tatsächlichem Leben gefüllt habe.
      Für den großen Bogen.

      Für den Alltag wähle ich kürzere Zeiteinheiten und schaue auf Monate oder Jahreszeiten.

      Beste Grüße
      Robert

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