marketingideen

Wirkungsvolles Marketing braucht Ideen – nicht unbedingt viel Geld

Sie ist Fotografin und Mediadesignerin.
Sie hat ein Ladengeschäft mit zwei Schaufenstern, einem größeren und einem kleineren.
Im hinteren Teil ihres Ladens hat sie ein nettes, kleines Fotostudio eingerichtet.
Eines, das alles bereithält, was professionelles Shooting braucht.

Vor allem aber hat diese Fotografin eines:

Ideen.

Und mit denen stellt sie ein enorm wirksames Standort-Marketing auf die Beine.

Respekt!

Ines Leisegang heißt die Fotografin.
Ihr jüngster Coup heißt „Bad Belziger Gesichter“.

Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll:
hochwertige Schwarz-Weiß-Porträts von Einwohnern der Stadt, die Models stylen sich nach Gusto oder bekommen Tipps und Utensilien aus dem Studio-Fundus.

Die einzigen Bedingungen für die Models sind, die beiden BB-Buchstaben in die Kamera zu halten – für „Bad Belzig“, wer hätte es gedacht? – und der Fotografin das Recht einzuräumen, das Porträtfoto eventuell in einer Ausstellung und in ihrem Ladengeschäft präsentieren zu dürfen.

Im August 2017 startete die Aktion, mehr als 100 BB-Porträts hatte Leisegang bereits im Oktober 2017 im Kasten.
Das sind – mit Marketing-Augen geschaut – mehr als 100 Frauen und Männer,

  • die Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen erzählen, was sie beim Shooting erlebt haben und was dabei herausgekommen ist,
  • die immer wieder mal schauen, was die Fotografin ausstellt,
  • die ihr Foto privat nutzen – und teilweise auf Facebook, Instagram, Twitter oder anderen Sozialen Medien herzeigen.

Fotografin Leisegang bringt das ins Gespräch, es erzeugt Aufmerksamkeit und Nachfrage.
Nach guten Fotos und allem anderen, was sich damit anstellen lässt: sie auf Leinwand ziehen, auf Holz, Kissen, Sitzwürfel und was der Fotokünstlerin sonst noch so einfällt.

Die realen Kosten der Bad-Belziger-Gesichter-Aktion bleiben sehr überschaubar für die Unternehmerin:

  • Postkarten in ausreichender Auflage drucken zu lassen sowie
  • A2-Poster für den Aufsteller in der Haupteinkaufsstraße und die Schaufenster-Deko,

das ist für 50 bis 70 Euro brutto zu haben, je nach gewählter Qualität der Druckpapiere.

Was Ines Leisegang üppiger investiert, ist Zeit.
Und Interesse.
Vor allem an den Menschen, die sich vor ihre Kamera trauen.
Manchmal nervös oder extra-cool oder unbeholfen und unsicher, weil sie zum ersten Mal ein Fotoshooting erleben.

„Man muss Menschen mögen“,

… hat mein Schweizer Beraterkolelge Hans-Peter Zimmermann in den 1990er-Jahren in einem Audio-Beitrag als wesentliche Voraussetzung für beruflichen Erfolg formuliert.
Das unterschreibe ich.

Mensch-Sein zählt im Business!

Für Ihre Webseite, mit der Sie sich und Ihr Angebot präsentieren, also Marketing machen, gilt das natürlich auch.
Machen Sie Ihre Webseite persönlich und authentisch, damit Sie Kunden gewinnen.
Wie Sie das in sechs Schritten selber machen, zeigt ihnen dieser Leitfaden.

Gute Marketing-Ideen sind vielfältig nutzbar

„Bad Belziger Gesichter“ eignet sich natürlich hervorragend für Pressearbeit. Den lokalen Medien liefert die Aktion gleich vier der zehn Nachrichtenelemente, nämlich Aktualität, Nähe, eine gewisse öffentliche Bedeutung und (eine Prise) Kuriosität (Details zu Pressearbeit: klick!).

Wenn das Thema der Pressmitteilung dann auch noch Hingucker liefert, mit denen Redaktionen ihre Berichte aufwerten können, ist alles bestens. Beispiele sehen Sie hier:

„Der Heimat ein Gesicht geben“
„71 Bad Belziger Gesichter“

Ines Leisegang setzt ihre Idee mit ansteckender Begeisterung um, beim Shooting entsteht auf ganz natürliche Art Kontakt mit den Models, es ist locker und macht Spaß.

„Wir müssen in Beziehung gehen mit unseren Kunden, das gilt für alle Berufsgruppen und für Dienstleister besonders“, betone ich immer wieder, wenn ich für Marketing-Vorträge und -Workshops unterwegs bin. Der schon erwähnte Hans-Peter Zimmermann trifft deshalb mit seiner „4M“-Regel den Nagel auf den Kopf: Man muss Menschen mögen!

Und noch etwas ist wichtig:

Wir müssen beherzigen, dass Menschen emotionale Wesen sind.

Dass es den „Homo Öconomicus“ nicht gibt, sondern dass wir immer emotional entscheiden – und dann nachrationalisieren. Hirnforscher können das wissenschaftlich belegen.

Wenn Ihre Marketing-Ideen diesen Fakt berücksichtigen, steigern Sie die Wirkung erheblich.
(Mehr über Marketing und Emotionen: klick!)

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Das hier ist notabene das Ergebnis meines Shootings.

Der da unter dem Hut, das bin ich.

„Es ist jetzt an der Zeit, dass du ein neues Album herausbringst“, kommentierten meine Kinder das Foto belustigt – „das Cover-Foto hast du ja schon.“

Mhhh, vielleicht sollte ich über die Idee mal nachdenken. 😉

Nicht dass Sie denken, knackige Marketing-Ideen wären nur kreativen Berufen vorbehalten

Oh nein!
Das sage ich mit Nachdruck, das liegt mir sehr am Herzen.
Sie müssen nicht Fotograf oder Designer oder sonstwas ähnlich Kreatives sein, um preiswertes, wirkungsvolles Marketing zu machen.
Das funktioniert ebenso, wenn Sie eine Gärtnerei, eine psychologische Praxis, eine Bäckerei, ein Planungsbüro oder was auch immer betreiben.

Die Idee macht den Unterschied, nicht der Beruf oder das Budget.
Auch wenn ein gut bestückter Geldbeutel natürlich so einiges leichter macht, klar.

Noch ein Beispiel aus meiner Beratungspraxis:

Marketing-Ideen, die ich zusammen mit einer Heilpraktiker-Kundin entwickelt und mit gewünschter Wirkung umgesetzt habe:

  • Die junge Frau hatte eine seit fast 20 Jahren bestehende Praxis übernommen.
    Im Marketing-Coaching wurde eine ihrer wesentlichen Stärken deutlich, die sie selbst als solche nicht erkannt hatte:
    ihr leichter, freundlicher, einfühlsamer Umgang mit älteren Menschen.
    Unsere wichtigste Bedarfsgruppe war gefunden.
    (Anmerkung: Ich spreche bewusst von Bedarfs– und nicht von Zielgruppen. Ihre Kund*innen haben einen Bedarf, für den Sie mit Ihrem Angebot die Lösung liefern. Kund*innen sind nicht unser Ziel, das wir ins Visier nehmen. Das erleichtert es, die zu Ihnen und Ihrem Angebot passenden Menschen zu finden und benennen zu können.)
  • Ältere Menschen sind weniger mobil.
    Folglich legten wir unseren Marketingfokus auf das nahe Umfeld des Praxisstandorts.
    Mit dem Ziel, dort 80 Prozent der gewünschten Kundschaft zu akquirieren.
  • Wie können wir ältere Menschen erreichen, wohin gehen sie?
    Am Praxisstandort fanden sich neben Apotheken, Supermärkten, einem Bekleidungs- und einem Obstladen ein Altenwohnheim, zwei Optiker und mehrere Friseure. Weiterhin recherchierte die Heilpraktikerin Sport- und Singkreise für Ältere und diverse Angebote der Kirchengemeinden.
  • Wir entwickelten einfache, preiswerte Marketing-Ideen und -Aktivitäten für den Standort:
    a) Poster im A4- und A3-Format, so dass sie Platz finden in den Läden
    b) Kästchen an den Postern für Visitenkarten und Flyer, die regelmäßig befüllt werden
    c) Vorträge über Gesundheitsthemen und Info-Abende zur Vorgehensweise einer Heilpraktikerin
    d) eine regelmäßige Kolumne über Heilpflanzen im kirchlichen Gemeindeblatt
    e) Postkarten mit Heilpflanzen-Motiven plus Name und URL der Heilpraktikerin zum Auslegen und Verteilen
    f) überraschende, handschriftliche Grußkarten an Patienten, die schon länger nicht mehr in der Praxis waren

Wie Sie sehen, ist das Handwerk.
Allerdings Handwerk mit System.
Die Anleitung dazu finden Sie hier: Wie Sie in sechs Stunden eine Marketingstrategie entwickeln, die Ihre Augen leuchten lässt

Und was wir leicht unter den Tisch fallen lassen:
Was am Ende eines Denk- und Coachingprozesses so auf der Hand liegend und einfach aussehen mag – auch das will erstmal entwickelt werden.

Sie können das, da bin ich sicher.
Ob Sie es auch tun, na ja, mal sehen…

Oder wir reden mal darüber: 033841/42026

Sie helfen mir sehr, wenn Sie diesen Beitrag mit Ihren Kontakten teilen.
Vielen Dank!

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