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I.N.P.U.T. – Februar 1999
Hallo, Grüss Gott, Guten Tag,
der Countdown läuft, die letzten Stunden dieses Jahrtausends sind gezählt. Und das Millenium-Fieber steigt und steigt. Ein winziges Inselchen irgendwo im Pazifik, der Datumsgrenze am nächsten gelegen, hat längst Logenplätze meistbietend verhökert. An die Leute vom Fernsehen, damit diese die ersten Sonnenstrahlen des aufgehenden Jahrtausends zu einem Zeitpunkt in europäische Wohnzimmer flimmern lassen, zu dem sich der Mitteleuropäer gerade für den Silvesterabend schön macht: so gegen 17.30 Uhr. Aber na gut, das Fernsehen macht ohnehin immer abstrusere Dinge.
Viel interessanter ist, was Sie im Sinn haben? Was planen Sie? Ich meine, nicht nur in der nächsten Silvesternacht, sondern: Wie soll sich Ihr Leben im neuen Jahrtausend entwickeln? Wie Ihre Familie, Ihre Freunde, Ihre Region, Ihr Land, Ihr Planet? Was macht Ihnen Sorgen, was macht Ihnen Spass?
Worüber denken Sie nach? Vielleicht über:
...war das Thema, mit dem sich das Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen (und andere) zweieinhalb Jahre lang beschäftigt hat: Gibt es je wieder Vollbeschäftigung? Kann der Dienstleistungssektor in den Alt-Industrien wegbrechende Arbeitsplätze ersetzen? Müssen soziale Errungenschaften fallen, damit mehr Arbeitsplätze entstehen können?
Vor der Globalisierung zu kapitulieren, sei der Anfang vom Ende, warnen die Forscher laut “Bild der
Wissenschaft” vom November 98 (Telefon 0711/2631-0). Es gebe durchaus Spielräume für nationales und lokales Handeln. Nicht nur mehr Innovationen seien notwendig, um Arbeitsplätze zu schaffen und Umweltprobleme zu lösen – eine nicht eben neue Erkenntnis -, es müsse “ein Zusammenspiel von erfindungsreichen Unternehmern, einem aktiven Staat und qualifizierten Beschäftigten geben”.
Hoppla, erfindungsreiche Unternehmer gibt es auch in diesem Land mehr als man denkt. Der “aktive Staat” erscheint mir dagegen wesentlich utopischer. Der ist viel mehr ein ungeheuer komplexes System, das sich zuallererst selbst erhält. Wie der schmählich abgebrochene Versuch, beim Regierungswechsel einen querdenkenden Unternehmer zum Wirtschaftsminister zu machen, kürzlich eindrucksvoll gezeigt hat.
...müssen den Menschen dienen, ihrem Leben Sinn und Zufriedenheit zu geben. Das fordert der Ex-Werber und heutige Unternehmensberater Reinhard Springer in einem lesenswerten Essay (werben & verkaufen, 46/98, Tel. 089/54852-0): “Die Mehrzahl der Menschen will nicht selber darüber nachdenken, wie sie die Innovationen unserer Zeit für sich am besten nutzen kann”, heisst es da. Diese Menschen sehnten sich nach markanten Köpfen mit grossen Ideen.
Das Problem laut Springer: ein Defizit an Leadership. Es fehle an Meinungsbildnern in Politik und Unternehmen, die sich ernsthaft um die Menschen bemühten. So dass sie spürten, “dass sie tatsächlich Menschen sind, etwas Besonderes, und nicht genervte, hektische Hamster im Rad des Alltags.”
Viel Wahrheit, wie ich finde. Es fehlt an Leadership. An allen Ecken und Enden sogar. Aber den Mangel an Leadership nur auf der Führungsebene einzuklagen, diese Kritik ist mir zu klein geraten. Es braucht Leader-Qualitäten in der Breite, nicht nur in der Spitze. Schon aus ureigenstem Interesse müsste das eigentlich Ziel jedes erwachsenen Menschen sein. Schliesslich ist jeder Unternehmer: Lebensunternehmer.
...werde ich mehr und mehr zum Mittelpunkt meiner Arbeit machen. Fast ein Dutzend Frauen und Männer habe ich im vergangenen Jahr jeweils eine Zeit lang begleitet. Dafür bin ich sehr dankbar.
Auch für die intensiven Erfahrungen, die Spuren hinterlassen haben: Früher dauerten die wöchentlichen Telefonate 30 Minuten. Da mittlerweile wesentlich häufiger direkte Übungen in das Coaching einfliessen, vereinbare ich mit meinen Partnern jetzt in der Regel wöchentliche Gespräche von einer Stunde.
Auch verschiedene Formen von Energie-Ausgleich – also das Honorar – haben sich im vergangenen Jahr bewährt: vom Kompensationsgeschäft bis zur Gewinnbeteiligung, alles hat funktioniert und beide Seiten zufrieden und erfolgreich gemacht. Getreu dem Motto: Erst dienen, dann ver-dienen!
...wer will das nicht? Dass man selbst dafür alles tun kann, klingt nur wie eine Binsenweisheit. Das weiss auch der findige Rentrop-Verlag und liefert Methoden: “Simplify Your Life” heisst ein neues zwölfseitiges Magazinchen; für weniger Anglophile vermerkt der Untertitel “Wie Sie Ihr Leben entscheidend vereinfachen”.
Nun, auch der herausgebende Verlag für die Deutsche Wirtschaft erfindet das Rad nicht neu, Tipps wie “Gelebt wird jetzt” oder “Erfolge feiern” aus der “Happyologie für Fortgeschrittene” hauen einen nicht unbedingt vom Hocker. Was das Blatt im Newsletter-Stil aber trotzdem interessant macht, ist seine Konzentration auf das Thema Lebensfreude und Glücklichsein. Lassen Sie sich doch mal ein Probeheft schicken (Telefon 0228/955 05 55, Fax 35 97 10, http://www.rentrop.com).
...das weiss jeder, der sich engagiert und vorankommen will, ob als Selbständiger oder Angestellter. Folglich muss man zeigen, was man zu bieten hat. Für Firmen bedeutet das, sich nicht nur auf klassische Werbung oder vertraute Vertriebswege zu verlassen, sondern sich modern und zugleich persönlich zu präsentieren. Beispielsweise mit einer Hausmesse für den lokalen Markt.
Wer einen solchen Auftritt organisiert, ist auf vielen Ebenen gefordert. Pragmatisch denkende Menschen (wie ich einer bin) arbeiten bei solchen Aufgaben gerne mit Checklisten. Und auch da ist es sehr hilfreich, wenn einem andere Profis ihre Hilfe anbieten. Zum Beispiel Nomadic Display, ein Hersteller für Präsentations- und Messedisplays. Die Firma verschenkt ein hübsches Booklet, das Ihnen die Arbeit erleichtert. Titel: “Tips & Techniken für ihren Ausstellungserfolg”.
Sogar Anruf (0130/86 09 29) und Fax (0130/86 03 94) sind kostenlos.
...was ist das eigentlich? Die Antworten sind so vielfältig und facettenreich wie die Menschen, die mir auf diese Frage eine Antwort gegeben haben. Der Weg zum Erfolg, die Voraussetzungen, das Wie, das sei jedoch bei weitem nicht so individuell, sagt Alfred R. Stielau-Pallas. Er hat vor 20 Jahren, lange vor der mittlerweile unüberschaubaren Schwemme an Erfolgsliteratur, prominente Persönlichkeiten nach ihren Erfolgsgesetzen befragt. Und “erstaunlich einfache Antworten” erhalten, wie er sagt.
Stielau-Pallas hat mit seinen Erkenntnissen die Grundlagen für seinen eigenen Erfolg gelegt. Und für zig Menschen, die wie ich eines seiner Seminar-Systeme oder seine Bücher und Audio-/Video-Cassetten kennen (Telefon 0931/48306 oder 07172/927900; www.pallas-seminare.de).
Das sympathische Schmankerl bei Pallas ist der Telefon-Erfolgstip, täglich neu und – bis auf die Gebühr für Ihre Telefongesellschaft – kostenfrei: 0931/48306. Ausprobieren lohnt!
...sind nicht immer ein Quell der Freude. Kinder können in Deutschland ein Armutsrisiko sein!
Mit dieser These – und entsprechenden Anzeigenmotiven – geht der Bundesverband Mütterzentren, Hamburg, seit vergangenen Herbst gegen die weit verbreiteten Heile-Welt-Familie-Phantasien vor. Im Westen lebe jedes zehnte Kind in Armut, im Osten sogar jedes fünfte, so der Verband. Wer Kinder erziehe, arbeite unentgeltlich, zahle nicht in die Rentenkasse und stehe im Alter ohne Absicherung da. Stimmt meistens!
Und sonst? Ausreichend Geld zu haben heisst ja noch lange nicht, mit Kindern gut zu leben. Wie geht das, wie können wir das Leben mit Kindern gut gestalten? Mein Tip: Kluge Antworten und Einsichten gibt ein Kennenlernheft des Vereins “Mit Kindern wachsen”. Für DM 7,- in Briefmarken ist es erhältlich beim Freundeskreis Mit Kindern wachsen e.V., Am Herrwald 6, 79348 Freiamt.
...nur ist das Salz des Vergnügens”, wusste schon Schiller. Was aber noch lange nichts heisst. Denn für die meisten ist und bleibt die Veränderung des Gewohnten ein Schreckgespenst. Sie kennen sie bestimmt, die Killerphrasen: “Das haben wir noch nie so gemacht!” oder “Wenn das so einfach wäre !” oder …
Und dann gibt es Leute, die machen sich die Veränderung zum Lebensprinzip. Wenn Sie zwei lebenslustige Exemplare dieser Spezies kennen lernen und auch noch Ferien mit Kinderbetreuung machen wollen, dann empfehle ich Ihnen Kristina Schmidt und Axel Weller. Sie haben gerade ihre gefragte Schreinerei in Berlin aufgegeben, ihre Zelte abgebrochen und eröffnen im Mai in der Toskana das “Casa di bambini” (Via Belvedere 25, I-56035 Lari/Pisa, Tel. 0171 60 175 13).
Viel Spass!
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