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Hauptspalte.

Ausgabe II-1999

I.N.P.U.T. Juni 99

Hallo, Grüss Gott, Guten Tag,

sattes Grün, sonnige Parks, schöne Frauen, Spaghetti-Träger … Sommer! Endlich!

Ich freue mich auf Terrassen-Abende, an denen man mit Freunden bis in die Nacht drauf los philosophieren kann (pardon: filosofieren), auf die neuesten Survival-Tips meines Sohnes (pardon: Tipps), auf entspannende Angel-Abenteuer am nächsten Fluß (äh: Fluss; na gut, sei´s drum!).

Einer erklecklichen Zahl von Zeitgenossen geht derlei Vergnügen leider ab: Fernsehen ist interessanter, wie eine Emnid-Umfrage ergeben hat (“journalist” 2/99, Tel. 0228/201 72 24). Mehr als 600 von rund 1000 Befragten gaben an, ihre Zeit nach dem TV-Programm einzuteilen; fast 400 bezeichneten ein Leben ohne TV als “leer”, 50 bezeichneten sich als “fernsehsüchtig”. Und von denen, die schon mal versucht hatten, ihren TV-Konsum einzuschränken, war ein Viertel gescheitert.

Wieviel Zeit verschenkt der Deutsche vor der Glotze? Die Antwort findet sich in der Juni-Ausgabe des “journalist”. Sie lautet: “Zehn Jahre seines Lebens verbringt ein durchschnittlicher Erwachsener vor dem Fernseher. Tendenz: steigend. Immerhin schauen die Deutschen heute mit dreieinhalb Stunden täglich doppelt so viel wie Mitte der 80er Jahre.”

Der Untergang des Abendlandes? Zwecks kluger Beantwortung dieser höchst brisanten Frage sei Fritjof Capra (Wendezeit) zitiert: “Während die Umwandlung im Gange ist, verweigert sich die niedergehende Kultur dem Wandel und klammert sich immer fester an überholte Ideen.”

Danke, das beruhigt.

Frauen…

...in Führungspositionen sind immer noch die Ausnahme. Und wenn es Frau geschafft hat, dann meist nur, weil sie sich notgedrungen männliche Sicht- und Verhaltensweisen angeeignet hat. Nach wie vor fallt es Mann schwer, sich von Frau etwas sagen zu lassen. Noch dazu im Beruf.

Da haben die Männer in den nächsten 25 Jahren wohl einiges zu lernen. Weil dann die Frauen den Ton in der Gesellschaft angeben werden, sagt Dr. Christian Lutz, Direktor beim Gottlieb Duttweiler Institut. Seine Erklärung zur künftigen Position der Frauen war in der Februar-Ausgabe der “absatzwirtschaft” (Tel. 0211/887-0) zu lesen: “Weil sie (die Frauen) mit der Vielfalt ständig wechselnder Rollen, Aufgaben und Anforderungen besser zurecht kommen, da sie ein breiteres Spektrum elementarer menschlicher Fähigkeiten mit mehr Improvisationstalent und Pragmatismus einzusetzen wissen.

“Wie war das mit der “niedergehenden Kultur”, Herr Capra?

Messen…

...sind ein wirkungsvolles, aber nicht eben billiges Marketing-Instrument. Eine Aussage ohne Neuigkeitswert, könnte man denken. Um so erstaunlicher ist, wieviele Unternehmen bei der Messe-Vor- und -Nachbereitung sowie bei ihrem Standpersonal unprofessionell bis schlampig arbeiten.

17 von 100 Standmitarbeitern kennen das Ziel der eigenen Messebeteiligung nicht, ergab eine Umfrage des Deutschen Messe-Instituts (Tel. 06721/9634-0, Fax -11). Der Fähigkeit zu guter Kommunikation ihres Standpersonals misst nur die Hälfte der Aussteller “sehr hohe Bedeutung” zu; Produktkenntnisse und Fachwissen dagegen haben für weit mehr (81 Prozent) sehr hohe Bedeutung.

In Kooperation mit zwei Kollegen biete ich Ihnen umfassende Unterstützung: Beratung, Dienstleistung und Training rund um das Thema Messe. Von der richtigen Zielsetzung über wirkungsvolle Werbung bis zur einladenden Kommunikation Ihres Personals. Die Investition wird sich auszahlen, versprochen.

Für Existenzgründer…

... – aber nicht nur für die – sind gute und schnelle Informationen (fast) alles. Wen wundert´s, es gibt sie in Hülle und Fülle im Internet, zum Beispiel http://www.gruenderlinx.de, eine wöchentlich aktualisierte Fundgrube für knackige Hyperlinks.

Meine Schlussfolgerung: Ab sofort sollte die allererste Investition eines Neu-Selbständigen einem zumindest mittelmässig schnellen Computer samt Internet-Zugang gelten; letzteren gibt´s mittlerweile “by call” für unter fünf Pfennige pro Minute inklusive Telefongebühren.

So erspart man sich garantiert jede Menge Lauferei. Und bleibt über die zahlreichen kostenlosen Newsletter-Abonnements auch noch stets auf dem laufenden.

Leitgedanken…

...für sein Unternehmen zu formulieren, halte ich für eine ganz wichtige Sache. Zum Vorteil für neue Kunden, weil die sehr schnell einen Geschmack davon bekommen, mit wem sie es zu tun haben und was sie erwarten dürfen. Und zum eigenen Vorteil, weil es den Blick auf das Wesentliche schärft. Das moderne Marketing nennt das dann “Kernkompetenz”.

Für mich und meine (projektbezogenen) Partner habe ich formuliert:
Leitgedanken

Geld…

...ist für viele Menschen ein fast täglicher Anlass, sich zu streiten. In der Regel wegen zu wenig Geld. Es könnte demnach für viele interessant sein, mehr von diesen mystischen Scheinen durch die eigenen Taschen fliessen zu lassen. Wie? Indem Sie Ihren Glaubenssätzen in punkto Geld auf die Spur kommen.

Es gibt eine ganze Menge sehr lesenswerter Bücher zu diesem heissen Thema. Eines davon heisst “Geld ist schön”, der Autor Hans-Peter Zimmermann. Das Buch ist neuerdings kostenlos zu haben, Sie finden es im Internet unter http://www.hbechter.at/Buecher/GeldText.html. Wer´s im Schrank stehen haben will, hier die ISBN-Nummer: 3-905091-05-4, apm Verlag Bern, SFr 17,90.

Gesundheit…

...ist unser höchstes Gut, heisst es. Auch Raucher vertreten diese These. Sagen´s – meinen es auch so – und stecken sich die nächste Zigarette ins Gesicht. Als Ehemaliger weiss ich, wovon ich rede.

Falls Sie übers Aufhören nachdenken: Wie wär´s mit sich helfen lassen auf dem vermeintlich steinigen Weg zum Nichtraucher? Zum Beispiel von Allen Carr. Der Mann hat ein bemerkenswertes Buch geschrieben, der deutsche Titel heisst schlicht und einfach “Endlich Nichtraucher” (Mosaik Verlag).

Oder Sie lassen sich beim “Raucher-Telefon” des Deutschen Krebs-Forschungszentrums beraten. Werktags ist das unter 06221/424200 möglich – sofern nicht andere Süchtige die Leitung blockieren.

Es geht auch etwas teurer: Sie machen eine Reise ins schweizerische Uetliburg zu einer Anti-Rauchen-Sitzung bei Bürge & Baumgartner. Die versprechen: “Es funktioniert! Ohne Entzugserscheinungen, ohne etwas zu vermissen, ohne Gewichtszunahme werden auch Sie den Ausstieg schaffen!”

Ich muss es glücklicherweise nicht mehr testen. Aber bitte teilen Sie mir mit, falls die Sache gut ist. Die Schweizer Raucher-Hoffnung erreichen Sie von Deutschland unter 0041 55 290 15-60, Fax -61.

“Herr Reich und Frau Wichtig…

...leben länger als Herr Arm und Frau Unbedeutend”. So überschrieb “Bild der Wissenschaft” Anfang Juni eine Meldung, die auf einen Bericht der New York Times zurück geht. Danach mehren sich die Hinweise, dass es soziale Faktoren gibt, die stärker lebensverkürzend sind als Bluthochdruck oder Cholesterin, ja sogar als das Rauchen: Armut und stark weisungsgebundes Arbeiten. Rund sieben Jahre länger leben Männer mit wichtigen Jobs und guter Bezahlung, verglichen mit ihren Geschlechtsgenossen aus den unteren Lohngruppen.

Überrascht Sie das? Wahrscheinlich nicht. Sinngemäss findet sich diese Aussage in jedem guten Buch zum Thema Erfolg und Reichtum. Trotzdem freut es, solch fundamentalen Zusammenhang wissenschaftlich untermauert zu wissen.

So viel für heute. Bis zum nächsten INPUT!

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