Zum Hauptmenü springen
Logo Robert Heess

::: ::: ::: Marketing für kleine Unternehmen ::: ::: :::

Hauptspalte.

Ausgabe II-2000

INPUT – der kostenlose Newsletter von Robert Heeß

Interessantes
Neues
Positives
Ungewöhnliches
Trendiges

Mai 2000

Hallo, Grüss Gott, Guten Tag,

haben Sie die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Wochen genossen? Die Sonnenschirme stehen bereits, die Straßencafes und Biergärten sind proppevoll – und ihre Besucher in der Regel auch. Nicht unbedingt mit Alkohol, viel häufiger mit Essen. Weil kaum jemand isst, wenn er Hunger hat. Die meisten von uns essen aus Gewohnheit. Oder weil es Zeit ist. Oder einfach aus Langeweile.

Falsch, finden Sie? Für mich jedenfalls, habe ich feststellen müssen. stimmen diese Behauptungen, die Rüdiger Dahlke so provokant in seinem Buch über das Heilfasten formuliert. Der Untertitel erfasst hundertprozentig die Chance: “Ein Wegweiser zu neuen Erfahrungen”. Die ersten drei Fasten-Tage hatte ich zu kämpfen, habe mich immer wieder aufgelehnt. Nicht wegen meines knurrenden Magens, wie ich erwartet hätte, nein – plötzlich hatte ich viel viel mehr Zeit. Und vor allem nichts zu tun! Was es heißt, “Sein” nicht mit “Tun” zu überdecken, das war für mich das konfrontierendste Erlebnis.

Doch ab dem vierten Tag kündigten sich wundervolle Belohnungen an, insbesondere durch eine große innere Ruhe und Gelassenheit. Es ging nur noch ums Gehen, wenn ich ging, nur ums Sitzen, wenn ich saß, es war ein erfüllendes Gefühl von Konzentration und Bei-mir-Sein. Eine großartige Erfahrung!
Rüdiger Dahlke: “Bewusst fasten”, Goldmann, aktualisierte Taschenbuch-Ausgabe 1996, DM 12,90.

Stress…

...zu haben, gilt fast schon als chic, als Zeichen für exklusives Engagement im Beruf und besondere Wichtigkeit im Leben. Wer nur einen Moment darüber nachdenkt, erkennt die Absurdität dieses Phänomens. Doch wer nimmt sich schon die Zeit, die eigene Lebens-Situation zu reflektieren und eventuelle Veränderungen anzugehen?

Täglich zehn bis 15 Minuten fest in den Terminkalender eintragen, empfiehlt Helmar Dießner in seinem “Praxiskurs Selbst-Coaching”. Kein Telefon, kein Klingeln an der TŸr, kein Kollege darf diese “Aus-Zeit” stören, geschweige denn unterbrechen. So entstehe die Möglichkeit, Warnsignale wie Infekte, Magen- und Darmbeschwerden und Ähnliches zu beobachten und somatische Krankheiten zu verhindern.

Obwohl mir persönlich die Sprache Dießners mitunter zu steif und zu nominativ ist – Beispiel: “Unter der Anwendung der Übungen (...)” – finde ich das Buch gut. Weil es in einem theoretischen Teil die Möglichkeiten von Coaching beschreibt; und in einem ausführlichen Praxisteil Übungen mit Reflexionsfragen vorstellt, mit denen sich gut arbeiten lässt. Ein bisschen Disziplin vorausgesetzt.
Helmar Dießner: “Praxiskurs Selbst-Coaching”, Junfermann 1999, DM 34,80

Das Internet…

...ist für einen ganz großen Teil der bundesdeutschen Onliner nach wie vor ein Geheimnis, behaupte ich. Vor allem wenn es über die Recherche einer Bahnverbindung oder des aktuellen großstädtischen Kinoprogramms hinaus geht. So mancher wirft zwar mit Wörtern wie “Cyberspace”, “Chatroom” oder “Mailingliste” großzügig um sich, insbesondere bei Business bedingtem Small-Talk. Geht es aber konkret darum, das Netz der Netze für das eigene Unternehmen zu nutzen, herrschen meist nur vage Vorstellungen. Das lässt sich besonders bei kleinen und mittleren Unternehmen beobachten.

Deshalb unbedingt lesen: “Guerilla Marketing im Internet”, Midas 1999, DM 39,80.
Autor Jay Conrad Levinson hat ja mit seinem Guerilla-Marketing schon vor mehr als zehn Jahren Selbständigen und Freiberuflern eine Menge kostengünstiger, aber wirkungsvoller Marketing-Ideen präsentiert. Die überträgt er jetzt mit Hilfe von Computer-Fachmann Charles Rubin auf das Internet. Wichtigste Botschaften: Liefern Sie kostenloses Know-how. Und Service, Service und noch Mal Service. Ach ja:

Exzellenter Service…

...bringt zufriedene Kunden, positive Mundpropaganda, gute Geschäfte. Ein alt bekannter Zusammenhang. Wer sich in Sachen Service inspirieren lassen möchte, wird bei Fred Wiersema fündig. Der amerikanische Unternehmensberater ist Herausgeber von “Nur der Service zählt”. Darin lässt er sechs US-Unternehmen zu Wort kommen, die sich voll und ganz dem (Be-)Dienen verschrieben haben. Erklärtes Ziel aller: wirklich gelebten, herausragenden Service zu bieten und Kunden zu begeistern – und damit an das eigene Unternehmen zu binden.
Fred Wiersema: “Nur der Service zählt”, verlag moderne industrie 1999, DM 59,00.

Projektmanagement…

...kann richtig spannende Unterhaltung sein. Das glauben Sie mir nicht? Nur so viel: Ein amerikanischer Telefon-Konzern will einige Tausend Spezialisten und Mittelmanager entlassen. “Freisetzung” nennt es die Firma. Oder “Entpflichtung zur Wahrnehmung anderer Karrierechancen”, kurz EntWaK. Mr. Tompkins ist ein EntWaK. Und der Held von Software-Fachmann und Autor Tom DeMarco. Tompkins Aufgabe ist es, Ordnung in die ehrgeizigen Software-Projekte des ex-kommunistischen Landes Morovien zu bringen und sechs Computerpropramme bis zu einem unrealistischen Fertigstellungstermin zu entwickeln.

Ein Sachbuch in Romanform, das ist “Der Termin”. DeMarco liefert immer wieder Gelegenheit zum Schmunzeln, das Buch ist eine Mischung aus Unterhaltung und Unterricht. Denn Mr. Tompkins führt fein säuberlich Tagebuch und fasst am Ende eines erkenntnisreichen Arbeitstages Wesentliches zum Thema Projektmanagement zusammen. Tom DeMarco: “Der Termin”, Hanser 1998, DM 39,80.

“Sofort mehr Umsatz”,...

...das ist es, was Unternehmer mit ihrer Werbung gemeinhin anstreben. Und das ist auch das, was sich der Bundesarbeitsminister wünschen dürfte, hat er doch kürzlich bemängelt, in Deutschland gebe es viel zu wenige Selbständige, deren Zahl müsse sich mindestens verdoppeln. Nur, wie macht man mehr Umsatz?

Indem Sie Ihr Denken in Sachen Werbung verändern, zum Beispiel. Weg von der Produkt orientierten Werbung, hin zur Erlebnis orientierten. Und zwar völlig gleichgültig, ob Sie Ihr Geld als Handwerker, Verkäufer oder High-Tech-Dienstleister verdienen (wollen).
Wenn Sie mal schauen möchten, wie´s andere gemacht haben, dann blättern Sie bei Frank Praxmarer, “Sofort mehr Umsatz – Erlebnismarketing im Klein- und Mittelbetrieb”, Kreativ-Verlag (Oppligen/Bern) 1999, DM 42,00. Keine literarischen Höhenflüge, aber jede Menge Tipps für die Praxis.

Weiterbildung…

...ist keine Selbstverständlichkeit. Es überrascht mich immer wieder, auf wieviel Ablehnung Weiterbildungs-Ideen stoßen. Nicht unbedingt bei Chefs, die Seminargebühren und Lohnkosten ohne Gegenleistung fürchten könnten, es sind häufig die Mitarbeiter, die mauern. Weit verbreitetes Argument für die Ablehnung: “keine Zeit”. Eine der beliebtesten Lügen überhaupt. Denn jeder von uns hat gleich viel Zeit – was den Unterschied macht ist, wie wir unsere Zeit füllen, was wir Bedeutung geben.

Aber sei’s drum, sollten Sie an Bildung interessiert sein und über einen Internet-Zugang verfügen, dann stehen Ihnen zu jeder Tages- und Nachtzeit unzählige Türen offen. Hinter denen Sie sich jedoch auch prima verlaufen können. Planen Sie Ihre Surf-Ausflüge. Zum Beispiel mit Richard Merk, “Weiterbildung im Internet”, Luchterhand 1999, DM 32,00. Hier braucht sich auch nicht zu schämen, wer bei URL statt an Web-Adresse an eine in Afrika beheimatete Spinnenart denkt oder die Suchmaschine ALTAVISTA mit einer mexikanischen Hazienda verwechselt. Merk gibt einen profunden Einblick in Online-Weiterbildungs-Möglichkeiten, lohnend für Anfänger wie für Fortgeschrittene.

Messen…

...waren nicht umsonst schon mehrfach INPUT-Thema. Dieses Mal, weil es ein sehr empfehlenswertes neues Buch gibt: Elke Clausen/Peter Schreiber, “Messen optimal nutzen”, Max Schimmel Verlag 2000. Für 69 Mark bekommen Sie handfeste Informationen, mit denen Sie sofort in die Praxis gehen können; von der Bedeutung einer Messe im Marketing-Mix über Zieldefinition und Messe-Kommunikation bis zum Trainingskonzept für Ihr Standpersonal.

Hilfreich – und zum Freuen – sind die Seiten über die “Typologie der Messebesucher”. Wer kennt sie nicht, die Zeitkiller “Erfinder und Experten”? Oder die “Meinungsbildner aus Hochschulen und Verbänden ohne Bedarf”? Nicht nur für den Umgang mit dieser Spezies liefert das Werk Ideen, es ermuntert vor allem mit klaren Strategien zum wirklich langfristigen und umsichtigen Vorbereiten auf die Messe.

“Wir sind stets bemüht,...

...Ihre Termine einzuhalten”. Formulieren Sie diesen Satz modern. Und den folgen positiv: “Ihre Angaben entsprechen nicht dem neuesten Stand.” Beides unter dem Erfolgsmerkmal “Einfachheit”.

Sich mit derlei Übungen zu beschäftigen lohnt sich, denn es geht darum, eine moderne Schreibsprache zu trainieren, Schlüssel für erfolgreiches Individual-Marketing. Erhard Schätzlein/Ines Rothe: “Kundenorientiert korrespondieren”, Cornelsen 1999, DM 24,80 – das macht richtig Spaß!

In diesem Sinne: Einen schönen Lese-Sommer!

Ihr
Robert Heeß

« Zurück

Ihr Standort:
Startseite » Nutzenletter » Archiv » Ausgabe II-2000

 
Rechte Spalte.
Rechte Spalte.
Zum Hauptmenü springen

Gespeichert von: Robert Heeß Kommunikation | Beratung - Training - Coaching - Mediation
www.lust-auf-wachstum.de | eMail: Info {at] lust-auf-wachstum.de
Internetadresse dieser Seite: lust-auf-wachstum.de/nutzenletter/ausgabe-ii-2000/?c=Archiv