::: ::: ::: Marketing für kleine Unternehmen ::: ::: :::
… sei wieder gefragt, las ich kürzlich im Weblog des renommierten Wirtschaftsautors, Referenten und Unternehmers Edgar K. Geffroy (www.geffroyblog.de). Nachdem das Wort „Motivation” in den vergangenen Jahren schon fast zum Unwort geworden sei. Die Trendwende begründet er mit der derzeitigen guten Konjunktur. Woraus Geffroy schließt, das, was er mit „Motivation” meine, vielleicht besser „perspektivische Motivation” zu nennen.
Ja, „perspektivische Motivation”, das hat was, finde ich. Weil es mit dem Menschen und seinen ganz persönlichen Wünschen, Bedürfnissen, Notwendigkeiten und Träumen zu tun hat. Falls es „Motivation” gibt – und mich interessiert nur jene Motivation, die weit über ein Strohfeuer hinaus geht, eine, die von Dauer ist und Menschen inspiriert -, dann ist sie intrinsischer Natur. Sie kommt von innen. Sie eröffnet Möglichkeiten. Perspektiven eben. Deshalb trifft Geffroys neuer Terminus.
„Wer hätte auf diese Frage schon eine erschöpfende Antwort.” Hätte ich bestimmt gesagt, wenn ich nicht an Pfingsten einen inspirierenden Vortrag von Johannes Stüttgen zum Thema Kunst gehört hätte.
Denn Stüttgen hatte eine Antwort. Eine erschöpfende. Sie führt zurück in seine Zeit an der Kunstakademie Düsseldorf. Es war in seinen ersten Wochen in der Klasse von Joseph Beuys, irgendwann im Jahr 1966. Er saß zusammen mit seinem Lehrer und einer älteren Studentin in einer Kneipe und lauschte dem Gespräch der beiden. Nach gut einer Stunde stellte Stüttgen die Frage, die schon viele hatten und die viele haben: „Warum lächelt die Mona Lisa?“
Joseph Beuys, der Kunstprofessor, der später aus der Akademie Ausgeschlossene, das enfant terrible, schaute laut Stüttgen auf seinen jungen Studenten und sagte: „Die Mona Lisa lächelt, weil sie mehr weiß als Leonardo.”
Leonardo hatte dem Kunstwerk zu gehorchen, nicht seinem eigenen Willen, erklärte Stüttgen. Der Künstler habe sich in die Instanz des kommenden Kunstwerks zu fügen. Und sich dafür zur Wirksamkeit zu bringen.
Jeder ist ein Künstler (eine weitere Erkenntnis von Beuys).
Also?
Welcher Instanz haben Sie sich zu fügen?
Welches Kunstwerk wird aus Ihnen?
Jawohl, das gibt es. Für geschäftliche Mails natürlich. Das Nachrichtenportal www.pressetext.de hat kürzlich in einer Meldung darauf hingewiesen, dass zahlreiche Unternehmer noch immer nicht die seit Januar geltenden Pflichtangaben in geschäftlichen E-Mails beachteten. Und da das Abmahnwesen in Deutschland außer Rand und Band sei, drohten bei Verstoß eventuell mehrere Tausend Euro Strafe. Ein IT-Rechtsexperte rät jedoch, im Ernstfall Ruhe zu bewahren, die Profi-Abmahner scheuten in der Regel den Gang vor den Kadi.
So ist die Lage: Wie schon bei Geschäftsbriefen längst vorgeschrieben, wurde zum Jahresbeginn gesetzlich klargestellt, dass auch in E-Mails (und Fax) bestimmte Angaben zur jeweiligen Rechtsform nicht fehlen dürfen.
Wie so oft, findet sich neben der Bedrohung auch die Hilfe im Netz. In diesem Falle bei einer Kanzlei, die sich IT-Recht spezialisiert hat. Und die mit ihrem kostenlosen Pflichtangaben-Generator geschickt Besucher anlockt. Denn der Generator generiert. Und zwar die geforderten E-Mail-Angaben je nach Rechtsform. Online.
Cool, was?
Quellen:
pressetext.de/pte.mc?pte=070516021
it-recht-kanzlei.de/?id=generator
Wie gesagt, die Abmahner sind unterwegs. Es lockt sie das (vermeintlich) schnelle Geld. Wer eine Webseite betreibt, weiß das (hoffentlich). Und achtet auf ein vollständiges Impressum. Was „vollständig” heißt, hängt beispielsweise von Ihrer Tätigkeit ab und ob Sie eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben oder nicht.
Unter digi-info.de/de/netlaw/webimpressum/assistent.php finden Sie ein hübsches Tool, mit dem Sie sich Ihr individuelles Muster-Impressum erstellen können. Es ist keine Mühe, in drei Minuten wissen Sie Bescheid. Viel Spaß!
„Die Wahrnehmung ist konsequent. Was du siehst, spiegelt dein Denken wider.” So beginnt Lektion 130 aus „Ein Kurs in Wundern”. Das heißt: Wir sehen, was wir sehen wollen, worauf wir die Aufmerksamkeit richten.
Stimmt! Als ich vor Jahren mit meinem Sohn für mehrere Wochen auf Reisen gehen wollte und dafür einen kleinen Wohnanhänger suchte, da waren plötzlich so viele Wohnwagen auf der Autobahn unterwegs wie niemals zuvor. Sie kennen dieses Phänomen.
Der Text aus dem „Kurs in Wundern” führt aber noch einiges tiefer: „Und dein Denken spiegelt nur deine Wahl dessen, was du sehen willst. Dafür sind deine Werte ausschlaggebend, denn was du wertschätzt, musst du sehen wollen, indem du glaubst, das, was du siehst, sei wirklich da. Niemand kann eine Welt erblicken, der sein Geist nicht einen Wert beigemessen hätte. Und niemand kann umhin, das zu erblicken, wovon er glaubt, er wolle es.“
Ja.
Sie können dies beispielsweise für Ihr Zeitmanagement nutzen. Wenn Sie sich zu Beginn Ihres Arbeitstags Ihre Tagesvorhaben auflisten – inklusive der geschätzten Dauer je Vorhaben –, dann fokussieren Sie sich bereits, Sie geben Ihrer Wahrnehmung eine Ausrichtung. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie effizienter arbeiten, steigt enorm. Die häufigste Falle ist allerdings – Sie ahnen es -, dass Sie sich ZU VIEL vornehmen!!!
… wer von uns wagt das schon? Sich selbst zu sagen „Das habe ich gut gemacht!”? Ich kenne niemanden, der so etwas in seiner Kindheit gelernt hätte. Selbstanerkennung ist uns in aller Regel fremd. Viel eher haben wir Sätze wie „Eitelkeit stinkt” parat als uns selber anerkennend und wertschätzend auf die Schulter zu klopfen. Dabei ist die Anerkennung für die eigene Leistung eine wichtige Voraussetzung, dass man freien Herzens würdigen kann, was andere Menschen tun.
Umso mehr freute mich vergangene Woche ein Foto, das mir ein Coaching-Kunde von sich schickte. Es zeigt … einen „Schulterklopfer”: Ein Handschuh, am Ende eines Stocks befestigt. Damit kann sich der Mann selber anerkennend auf die Schulter klopfen. Das Werkzeug hat ihm seine Frau gebastelt und geschenkt. Jetzt übt er sich auf dem sensiblen Feld der Selbstanerkennung.
Wie wär´s, Sie montieren sich heute Abend auch einen Handschuh an einen Stock? Einfach so zum Spaß. Es braucht ja niemand zu sehen …
… zeigt sich mitunter, wenn feinste Feinheiten des Lebens in Wörtern und Sätzen solche Gestalt annehmen, dass sie den Leser fast gleichzeitig in Atemlosigkeit und gebannte Stille führen. In staunende Verbundenheit und dankbares Sich-gesehen-fühlen. So ging es mir mehrfach beim „Nachtzug nach Lissabon”, dem großen Roman von Pascal Mercier. Zum Beispiel hier:
„Es ist ein Irrtum, zu glauben, die entscheidenden Momente eines Lebens, in denen sich seine gewohnte Richtung für immer ändert, müssten von lauter und greller Dramatik sein, unterspült von heftigen inneren Aufwallungen. Das ist ein kitschiges Märchen, das saufende Journalisten, blitzlichtsüchtige Filmemacher und Schriftsteller, in deren Köpfen es aussieht wie in einem Boulevardblatt, in die Welt gesetzt haben. In Wahrheit ist die Dramatik einer lebensbestimmenden Erfahrung oft von unglaublich leiser Art. Sie ist dem Knall, der Stichflamme und dem Vulkanausbruch so wenig verwandt, dass die Erfahrung im Augenblick, wo sie gemacht wird, oft gar nicht bemerkt wird. Wenn sie ihre revolutionäre Wirkung entfaltet und dafür sorgt, dass ein Leben in ein ganz neues Licht getaucht wird und eine vollkommen neue Melodie bekommt, so tut sie das lautlos, und in dieser wundervollen Lautlosigkeit liegt ihr besonderer Adel.”
So viel für heute.
Ich wünsche Ihnen einen erfreulich-entspannten Sommer.
Bis zum nächsten I.N.P.U.T.
Ihr
Robert Heeß
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