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Ausgabe II/2008

II/2008

Das Ende der Konsum-Maximierung, …

… – und damit einen gesellschaftlichen Wertewandel – diagnostiziert der Hamburger Professor Horst W. Opaschowski in einem Beitrag für den Aufsatzband „Sozialpsychologie und Werte“. Das Zeitalter des Individualismus der 80er und 90er Jahre scheine sich dem Ende zuzuneigen, die Ellenbogenmentalität von einer Verantwortungsgesellschaft zurückgedrängt zu werden. Seine Daten belegten eine „beginnende Renaissance bürgerlicher Werte und Tugenden wie Selbstdisziplin, Hilfs- und Verantwortungsbereitschaft”.

Ist dem tatsächlich so? Falls ja, ist aber nicht gewachsenes Bewusstsein oder die Einsicht „Zusammen ist man weniger allein“ die Ursache (Tipp am Rande: besser das Buch von Anna Gavalda mit eben diesem Titel lesen als den Film anschauen – dauert einfach länger, ist viel schöner). Denn das Motiv für das Ende der Konsum-Maximierung ist profanerer Natur, nämlich nach Opaschowskis Studie in der wirtschaftlichen Entwicklung zu suchen: Nur mehr etwa jeder fünfte Bundesbürger fühle sich heute noch als Wohlstandsgewinner, immer weniger könnten so weiterleben wie bisher. Weshalb viele Arbeitnehmer Abschied vom Immer-Mehr nähmen und stattdessen mehr Wert auf Immer-Besser legten.

„Letzteres ist nachhaltiger und sorgt für mehr Lebenszufriedenheit“, kommentiert der Professor vom BAT-Freizeit-Forschungsinstitut. „Langfristig verändert sich damit auch das Statusdenken. Prestige gewinnt der, der mit sich und seinem Leben zufrieden ist – und nicht der, der sich immer mehr leisten kann. Die soziale Dimension des Lebens wird wichtiger als die materielle.”

Zum Weiterlesen:
Horst W. Opaschowski: „Welche Werte wirklich wichtig sind“ in: Erich H. Witte (Hrsg.) Sozialpsychologie und Werte Pabst 2008, 304 Seiten, ISBN 978-3-89967-451-4


Wertschätzung …

… gehört zu unseren menschlichen Grundbedürfnissen; wir wollen gesehen, gehört, wahrgenommen und geachtet werden. In der Schule, im Beruf, in der Familie, unter Freunden, im Sportverein, bei ehrenamtlichen Aktivitäten, eben in allen Lebenszusammenhängen.

Die Coaches und Trainer Dorothee Bornath und Stephan-Josef Dick nehmen dieses Grundbedürfnis immer wieder in den Fokus. Das nächste Mal bei einer ihrer kostenfreien, abendlichen Telefonkonferenzen. Am 28. August heißt das Thema „Wertschätzung aktiviert verborgene Potenziale”. Weitere Informationen und die jeweilige Einwahlnummer finden Sie auf der Webseite das-Trainingsjahr.de.

Alle Themen der Telefonkonferenzen und die weiteren Termine 2008:
„Zeit haben statt Terminstress” (Donnerstag, 25. September)
„Was haben Zeit und Geld wirklich miteinander zu tun?” (Montag, 13. Oktober)
„Recht haben oder weiter kommen, beides geht nicht!” (Dienstag, 18. November)
„Pause machen, erholen und auftanken” (Montag, 8. Dezember)

Die Zauberkugel …

… macht Spaß – und gibt Rätsel auf. Sie denken sich eine beliebige zweistellige Zahl aus, addieren die beiden Ziffern, subtrahieren das Ergebnis von der ursprünglichen Zahl, suchen in einer Tabelle dieses Ergebnis und das zugehörige Symbol, konzentrieren sich auf dieses und klicken dann die Zauberkugel an.

Was glauben Sie passiert?
Genau: Ihr Symbol, das Objekt Ihrer Konzentration, taucht aus der Kugel auf.

Probieren Sie es aus, es ist eine nette Kurzpause wert. Auf der Webseite der Designer können Sie das Programm übrigens auch kostenlos downloaden und in Ihre eigene Webseite integrieren.

zaubertheater-muenchen.de/magische_zauberkugel.htm

Fast hätte ich es übersehen, …

… dieses Buch, diesen Ansatz. Oder hätte „Big Mind“ als ein weiteres der unzähligen spirituellen Ratgeber einsortiert, die wahrscheinlich höchst interessant sind, aber schon aufgrund der Fülle nicht als Lektüre in Frage kommen. Wäre da nicht das euphorische Vorwort von Ken Wilber gewesen. Der nennt den Big-Mind-Prozess „die wohl wichtigste und schöpferischste Entdeckung innerhalb des Buddhismus der letzten zwei Jahrhunderte“.

Ich vermag nicht zu beurteilen, ob sich der große Philosoph damit zu weit aus dem Fenster lehnt oder nicht. Dazu reicht meine buddhistische Ortskenntnis hinten und vorne nicht. Was ich aber klar sehen kann, ist die Einfachheit, Klarheit und Anwendbarkeit von Big Mind. Und den persönlichen Wert, den ich schon beim Lesen des Buches hatte. Gesteigert durch einen Workshop, den der Autor Dennis Genpo Merzel Roshi bei einer Europareise im Juni geleitet hat.

Wie soll ich diese Erfahrung beschreiben? Als Moment von Freiheit vielleicht. Als Ahnung von unbedingtem „Ja“ zu diesen Augenblicken. Oder vielleicht ganz einfach als Sorglosigkeit, als Glück.

Das Buch ist ganz leicht zu lesen. Da geht es nicht um hart arbeiten und sich anstrengen, es geht um das Gegenteil. Im Internet finden Sie ein sechsminütiges Interview-Video mit dem Zen-Meister Genpo Roshi. Auf Englisch, mit deutschen Untertiteln komplettiert. Für einen ersten Eindruck, wie der Meister denn sein könnte, ist es recht gut geeignet. Hier der Link: at-connect.info/genpo_roshi.php

Lösungen fokussieren, nicht Probleme!

Wenn Sie in irgendeiner Form mit Menschen arbeiten – als Chef, Führungskraft, Teamer, Sozialarbeiter, Projektmitarbeiter, Mediator, Berater, Coach, Gruppenleiter oder was auch immer –, dann lege ich Ihnen eine überschaubare Investition ans Herz. Und zwar exakt 49,90 Euro. Für „Solution Tools“, eine Sammlung von 60 Interventionen, die den lösungsorientierten Ansatz von Steve deShazer und Insoo Kim Berg direkt einsetzbar machen.

Das Praxishandbuch ist gerade im Verlag managerSeminare erschienen. Seinen Charme gewinnt es, weil es tatsächlich die Bezeichnung Praxishandbuch verdient. Eben kein Lehrbuch im klassischen Sinn, sondern eine Sammlung, die man durchblättert, irgendwo mit der Aufmerksamkeit hängen bleibt, um dann die detailliert beschriebene Intervention für die eigenen Belange zu modifizieren. Herausgeber Peter Röhrig und sein Bonner Verlag haben ganze Arbeit geleistet.

Peter Röhrig (Hrsg.): „Solution Tools – Die 60 besten, sofort einsetzbaren Workshop-Interventionen mit dem Solution Focus“, 376 Seiten, kartoniert

Denke nach und werde reich …

… ist KEINE gut gemeinte Aufforderung meinerseits. Sie werden die Aussage wahrscheinlich auch schon als Titel jenes Buchs identifiziert haben, das der Amerikaner Napoleon Hill 1937 zum ersten Mal veröffentlicht hat (und das bis heute weltweit über 40 Millionen Mal verkauft worden ist, heißt es).

Dies hätte mich noch nicht unbedingt zu einem Link an dieser Stelle bewogen. Weil das Werk jetzt aber in 16 Teilen online kostenlos zur Verfügung steht, hat sich das geändert. Bitteschön: i-bux.com/Erfolgsgesetze-in-sechzehn-Lektionen.html


So viel für diesmal.
Bis zum nächsten I.N.P.U.T.

Meine besten Wünsche für Sie

Robert Heeß

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