Zum Hauptmenü springen
Logo Robert Heess

::: ::: ::: Marketing für kleine Unternehmen ::: ::: :::

Hauptspalte.

Ausgabe II/2009

„Grüner googeln?“ …

… d.h. pro soundsoviel Suchanfragen soundsoviel Bäume pflanzen oder soundsoviel Quadratmeter Regenwald schützen, seinem Öko-Gewissen Gutes tun, ohne Nebenwirkungen, mhh, das klingt doch erstmal wie ´ne richtig gute Idee. Sie und ich könnten ohne größere Veränderungen ein Teil der Lösung sein. Fein. Also schaun mer mal.

Die Suchmaschine ecocho.com hat´s in einigen Ländern schon vorgemacht: Die Firma pflanzt nach eigenen Angaben pro Tausend Gesuche „bis zu zwei Bäume“, wodurch eine Tonne Treibhausgase getilgt werde. Auf die Lebensdauer beider Bäume bezogen, nehme ich mal an. Jedenfalls steht „eco“ für Umwelt, das japanische „cho“ bedeutet so viel wie „super“ oder „besonders“.

Seit einem Jahr ist eine anglophil-schwäbisch klingende, aber aus Sachsen-Anhalt stammende, deutsche Alternative am Start: forestle.org. Ihre Macher bezeichnen die Webseite als unabhängig und nicht Profit orientiert. Sie wollen pro Suche etwa 0,1 m² Regenwaldfläche schützen. Für immer. Mittlerweile ist die Eine-Million-m²-Marke überschritten, heißt es, der erste Quadratkilometer Regenwald also „gerettet“.

Wie Ecocho will auch die in der Lutherstadt Wittenberg programmierte Suchmaschine Forestle das Web-Finden nutzen, um „besonders einfach umweltfreundlich aktiv zu sein“ und den eigenen „CO2-Fußabdruck zu mindern … und das ganz kostenlos“ (Zitat Echocho). Das dafür real notwendige Geld stammt aus Werbeeinnahmen. Forestle sagt, dass alle Einnahmen abzüglich zehn Prozent Verwaltungskosten an die Naturschutzorganisation „The Nature Conservancy“ gehen. Die bewahrt bedrohte Regenwaldgebiete. Und ist laut Frankfurter Rundschau (FR) eine „als vertrauenswürdig eingestufte Organisation“, die weltweit bereits 1,2 Millionen Hektar Land gerettet habe.

Die FR beschäftigt sich in diesem Beitrag jedoch auch mit Tücken der grüneren Google-Suche – denn auch die verbraucht Energie. Und wenn das klickweise Regenwald-Retten dazu führe, dass immer mehr User eigentlich sinnLOSE Suchanfragen stellten, dann werde das Ganze natürlich ad absurdum geführt (mehr finden Sie hier: fr-online.de/in_und_ausland/multimedia/aktuell/1681977_Gruener-googeln.html).

Okay.
Das verstehen wir.
Und wir verstehen auch, dass wir sinnVOLLE Anfragen an das Web-Wissen durchaus den Grünen unter den Suchmaschinen anvertrauen können.

ecocho.com
forestle.org

Falls Sie sich über das Suchen im Internet umfassend informieren wollen, besuchen Sie doch mal suchfibel.de. Dort sind jede Menge Informationen zusammengetragen, auch und gerade für spezielle Suchen.

Oder Sie machen das Experiment, zu dem der Journalist und Web-Entwickler Albrecht Ude in seinem Blog einlädt, nämlich „eine Woche ohne“ – ohne Google. „Eine Woche ohne – ein Experiment für mehr Vielfalt“ ist der Titel. Auch dort finden Sie eine umfangreiche Liste, was es an Suchmaschinen neben dem Platzhirschen noch so alles gibt.

eine-woche-ohne.de

.

Sollten Sie sich mit dem Thema GELD beschäftigen wollen  …

… und zu diesem Zwecke die passende Lektüre suchen, da hab´ ich was für Sie. In diesem Fall verzichte ich auf eine ausführlichere Besprechung. Denn mein Fazit ist einfach und klar: Wenn Sie sich mit Geld beschäftigen wollen – um mehr davon zu bekommen oder weniger davon auszugeben oder um persönliche Geld-Wunden zu heilen oder oder oder -, dann tun Sie das mit diesem tief blickenden Werk:

Petra Bock, „Nimm das Geld und freu dich dran – Wie Sie ein gutes Verhältnis zu Geld bekommen“, Kösel 2008, EUR 16,95 (in D)

Aus den 218 leicht lesbaren Seiten dieses Buches sprühen Erfahrung und Anteilnahme, Wissen und reiche methodische Kenntnis. Es eignet sich als reiner Lesestoff wie als Leitfaden für die Eigenarbeit.

Mein persönliches Prädikat: besonders wertvoll.

„Neue Ziele” auf der Suche nach Erfüllung – und ethischen Werten

Der alte und neue Bundespräsident Horst Köhler hat Ende März eine bemerkenswerte Rede gehalten. Einen für mich wesentlichen Gedanken stelle ich Ihnen hier vor:

„Ich finde, wir sollten uns neue Ziele setzen auf unserer Suche nach Erfüllung. Ja, unser Lebensstil wird berührt werden. Und, meine Damen und Herren: Unsere Lebensqualität kann steigen. Sparsamkeit soll ein Ausdruck von Anstand werden – nicht aus Pfennigfuchserei, sondern aus Achtsamkeit für unsere Mitmenschen und für die Welt, in der wir leben. Demokratie ist mehr als die Sicherstellung materieller Zuwächse. Wir wollen nicht nur gute Demokraten sein, solange sichergestellt wird, dass wir reich genug dafür sind.

Wir wollen Zufriedenheit und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nicht länger nur von einem quantitativen´Immer Mehr`abhängig machen. Was in unserem Land wachsen muss, sind vor allem das Wissen und die Intelligenz, mit der wir unser Leben besser gestalten können.”

Lust auf mehr? Bitteschön: mann-frau.de/blog/neue-ziele-auf-der-suche-nach-erfuellung

Aufschieberitis? Nein: Prokrastination

Ich hätt´ da mal ´ne Frage: Was täten Sie, wenn Ihnen ein Freund – er ist schon beachtlich in sein neuntes Lebensjahrzehnt hineingereift, nachdem er als Architekturprofessor und Kükelhaus-Schüler Spuren hinterlassen hat –, wenn Ihnen ein solcher Freund vor Begeisterung glühend die Kapitelüberschriften eines Buches vorläse, dessen Lektüre er gerade beendet hat? Und ergriffen erzählte, dass er – endlich! – Frieden geschlossen habe mit dem Chaoten, der nun mal leider Gottes auch in ihm wohne, den er aber ein Leben lang nicht zu akzeptieren gewagt habe?
Sie täten vermutlich dasselbe wie ich.
Sie bestellten das Werk.
Und zwar stante pede.

Der Titel klingt verheißungsvoll: „Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin“. Kompliment, die Autoren Kathrin Passig und Sascha Lobo wissen zugkräftig zu titeln und witzig zu schreiben (was sie schon seit geraumer Zeit im preisgekrönten Weblog Riesenmaschine demonstrieren). Drei der griffigen Kapitelüberschriften mögen Ihnen einen Eindruck vermitteln:
„Übernächster Mittwoch ist auch noch ein Tag – Wissenswertes über Prokrastination“
(Prokrasti was bitte? Ging mir auch so. Mehr dazu drei Zeilen weiter unten.)
„9 to 9:05 – Weniger arbeiten ist mehr arbeiten“
„Jedem Ende wohnt ein Zauber inne – Aufgeben, der schnelle Weg zum Sieg“

Nicht übel, oder? Auch wenn ich „Prokrastination“ noch nie gehört hatte, kam mir das Phänomen nach erhellender Begriffsklärung jedoch irgendwie bekannt vor. Gemeint ist nämlich ein „nicht zeitmangelbedingtes, aber umso qualvolleres Aufschieben dringlicher Arbeiten in Verbindung mit manischer Selbstablenkung, und zwar unter Inkaufnahme absehbarer und gewichtiger Nachteile.“ Womit schlagartig deutlich wird, wie verharmlosend die deutsche Umgangssprache ist, wenn es um „Aufschieberitis“ geht.

Tatsächlich ist mir mit „Dinge geregelt kriegen …“ erstmals eine Art Ratgeber untergekommen, der nicht an mir herumdoktert und mir milde lächelnd klar machen will, dass ich doch nur hier dieses tun und dort jenes lassen müsste und dann kriegte ich das mit den Bücherstapeln und den überquellenden Hängeregistern und alles Andere sowieso locker in den Griff. Nein, die Autoren sind Profis. Verständnisvolle Betroffene sozusagen. Wie Millionen und Abermillionen andere auch. Sie wissen, dass Selbstdisziplin eine Kettensäge ist, mit der man „ganze Wälder voller Bäume fällen, sich aber auch nebenbei ein Bein amputieren“ kann.

Okay, gegen Ende des Buches wiederholt sich dann doch der ein oder andere Gedanke. Und auch der Sprachwitz ist naturgemäß nicht mehr so taufrisch wie auf den ersten 100 oder 200 Seiten. Dennoch gebührt dem Duo Passig/Lobo unbedingt eine dauerhafte Platzierung auf einer der einschlägigen Bestsellerlisten, allein schon wegen Seite 172. Denn dort ist eine folgenreiche Erkenntnis vermerkt: „Wir sind hier auf Erden, um rumzulungern“.

Lachmeditation – eine etwas andere Fahrt in der U-Bahn

“Bodhisattva in Metro” heißt dieser wunderbare 6:48 Minuten kurze Film über die Kraft des Lachens und dessen verwandelnde Wirkung. Absolut sehenswert !!!
youtube.com/watch?v=8WiHkqEWZTE

 

Einen schönen Herbst!

Ihr
Robert Heeß

 

« Zurück

Ihr Standort:
Startseite » Nutzenletter » Archiv » Ausgabe II/2009

 
Rechte Spalte.
Rechte Spalte.
Zum Hauptmenü springen

Gespeichert von: Robert Heeß Kommunikation | Beratung - Training - Coaching - Mediation
www.lust-auf-wachstum.de | eMail: Info {at] lust-auf-wachstum.de
Internetadresse dieser Seite: lust-auf-wachstum.de/nutzenletter/ausgabe-ii2009/?c=Archiv