Das gibt es, das kann passieren.
Mit dem Partner, den Kindern, Kollegen, Nachbarn.
Streitigkeiten, die laut und lauter werden, manche immer wieder.
Wenn Konflikte eskalieren, leiden beide Partner. Das führt zu Rissen in der Beziehung, die mit der Zeit immer tiefer werden und Kompromisse erschweren.
In diesem Artikel lesen Sie
Die schlechte Nachricht: Es wird von alleine nicht besser mit dem ständigen Streit in der Beziehung
Alle Rezepte der Kategorie „3 schnelle Tipps“ sind bestimmt gut gemeint, ändern in in der Regel aber nichts. Jedenfalls nichts Grundlegendes.
Vielleicht helfen sie für einen eher ruhigen Moment, mehr aber auch nicht. Sie sind wie Schmerztabletten. Reine Symptombehandlung.
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass beim nächsten Anlass die Emotionen wieder hochkochen.
Weil die Ursache dieser Explosionen unangetastet bleiben.
Viele wollen jedoch genau das: Lieber unausgesprochene Erwartungen pflegen, Kommunikationsprobleme bloß nicht ansprechen, lieber weitermachen wie bisher, auch wenn die Stimmung zuhause miserabel ist. Wiederkehrend.
Das ist verständlich, denn die Ursachen sind brisant.
Vorsicht vor der Konfliktspirale
Streit und Missverständnisse sind die unmittelbaren Folgen gescheiterter Kommunikation – und insofern normal (!) und allgegenwärtig.
Zank und Zerwürfnisse passieren Ihnen, mir, Ihren Freunden und Bekannten, sie passieren allen.
Zunächst also nichts Schlimmes, die Auseinandersetzungen können sich jedoch schnell in eine Konfliktspirale ausweiten, die sich nur schwer stoppen lässt.
Um Ihre Beziehung zu stärken, Abstand zu gewinnen vom Beziehungsalltag und Kompromisse zu finden, kommt es entscheidend darauf an, wie Sie bei Streitereien
- mit sich selbst umgehen
- mit Ihrem Gegenüber
- und mit dem Konflikt selbst
Dass Paare streiten können, konstruktiv und verbindend, erfordert z.B. aktives Zuhören (und häufig professionelle Unterstützung). Im Eifer des Gefechts gelingt es selten, offen miteinander zu bleiben, stattdessen landen Paare in einem Teufelskreis aus Vorwürfen.
Damit es nicht wiederkehrend eskaliert zwischen Ihnen und Ihrem Partner
…stelle ich Ihnen in diesem Artikel Erkenntnisse von John Welwood vor, einem amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten.
Er hat einen mutigen Blick auf eine Verletzung gewagt, der sich als Kind kaum jemand entziehen kann:
„Ungenügende Liebe und mangelhaftes Genährtwerden haben direkte Auswirkungen auf das Nervensystem des Kindes und führen zu einer Art von Schock oder Trauma, die uns das ganze Leben lang beeinträchtigt.“
Und an anderer Stelle:
„Liebe ist das Erkennen von Schönheit. Jeder von uns sehnt sich danach, die Schönheit und das Gute in sich zu kennen und Vertrauen darin zu haben.
Besonders als Kinder brauchten wir jemand anderen, der die Schönheit unserer Seele sah und uns diese Schönheit gleich einem Spiegel wiederspiegelte, so dass wir sie selbst sehen und wertschätzen konnten.
Wenn die Schönheit in uns nicht erkannt wurde, empfanden wir ein Fehlen von Liebe, und unser System erlebte einen Schock und verschloss sich.“
Schock und Verschluss – die „Liebeswunde“, die viele Paare zu heilen versuchen.
Sie zu beleuchten ermöglicht ein neues Verständnis für Unmut, Ärger, Streit und Vorwürfe in Beziehungen und einen deeskalierenden, friedlicheren Umgang damit.
Und vielleicht der Grund für Fragen, die ich in Coachings oft gehört habe:
„Warum mache ich meinem Partner ständig Vorwürfe?“
„Wir streiten nur noch, lieben uns aber.“
„Ich habe ständig Streit mit meinem Partner, sind wir vielleicht kein Paar mehr?“
Die „Liebeswunde“ ist eine tiefsitzende emotionale Verletzung, die Partnerschaft sabotiert und Konflikte eskaliert
Sie ist in der Kindheit entstanden, wegen mangelnder Zuwendung und Anerkennung und tief eingegraben in das emotionale Selbst.
Als Folge, wenn Kinder das Gefühl haben, dass ihre grundlegenden Bedürfnisse nach Liebe, Akzeptanz und Sicherheit nicht erfüllt werden.
Diese Erfahrungen können im Erwachsenenleben weiter wirksam sein.
Wir versuchen, die Liebeswunde zu verdecken oder zu kompensieren, argumentiert Welwood, indem wir nach Liebe und Anerkennung im Außen suchen.
Mit romantischen Beziehungen, Leistung, Süchten.
Oft erfolglos.
Die Liebeswunde zu heilen, erfordert nach Welwood einen inneren Prozess: Sich der schmerzhaften Gefühle bewusst zu werden, die mit der Liebeswunde verbunden sind, und diese Verletzungen anzuerkennen und zu verstehen.
Selbstreflexion, Therapie und spirituelle Praktiken können diese innere Arbeit ermöglichen und unterstützen.
„Du liebst mich nicht so, wie ich bin. Das ist die universelle Wunde, die den Treibstoff für unseren Kampf mit der Welt liefert.“
Schreibt Welwood in seinem Buch „Vollkommene Liebe – und wie sie vielleicht sogar in einer Beziehung gefunden werden kann“.
Der englische Buchtitel erfasst die Zwiespältigkeit und Brisanz des Themas entschieden besser: „Perfect Love, Imperfect Relationships“.
Als Einleitung (zur Einleitung) zitiert Welwood den islamischen Mystiker Rumi (1207 – 1273), einen der bedeutendsten persischen Dichter und Gelehrten des Mittelalters.
Rumis Erkenntnis setzt den Maßstab für Welwoods Buch:
Alles hat mit Lieben und Nicht-Lieben zu tun.
Mit Nähe und Nicht-Nähe.
Kontakt und Nicht-Kontakt.
Intimität und Nicht-Intimität.
Auf dem Nährboden von Nicht-Nähe, Nicht-Kontakt und Nicht-Intimität gedeiht Groll – und dann… nur noch Streit und Mißverständnisse
Deckt Welwood auf.
Unbewusster Groll.
Der Psychologe führt ihn darauf zurück, dass wir selten bis nie einfach nur für unser Sein geliebt wurden. Einfach nur für unser So-Sein.
Dass wir aber bereits als Kleinkinder intuitiv wussten, dass uns diese uneingeschränkte Liebe eigentlich zusteht!
Wieder und wieder erlebten wir sie nicht, analysiert Welwood – und die Kränkung darüber setzte sich in uns ab. Als Groll, der zunehmend verhärtete.
Groll kann wie aus dem Nichts aufbrechen und sich entladen
Am leichtesten in unseren Beziehungen.
Ausgelöst durch einen bestimmten Tonfall, eine Gewohnheit, einen Blick, eine Geste…
Und – wumms! – explodiert die gestaute Emotion. Möglicherweise als Vulkanausbruch, der viele Paaren in ständigen Streit führt.
Welwood schlussfolgert:
„Eine Liebesbeziehung einzugehen ist für viele Menschen ein Angst einjagendes Unterfangen, ein fast sicheres Rezept für überwältigenden Schmerz oder emotionale Vernichtung geworden.“
Unsere Kultur beschreibt er als „verrückt nach Sex und Romantik“, aber desillusioniert, verängstigt und resigniert unter der Oberfläche der gesellschaftlich präsentierten Fassade.
Wenn aber die Liebe die größte Kraft auf Erden ist, führt der Psychologe den Faden fort, wieso durchdringt sie unsere Beziehungen nicht, besonders in Zeiten der Eskalation?
Wenn die Liebe höchstes Glück verspricht, fragt er, wieso öffnen wir uns nicht für sie?
Der Blick ins eigene Innere lieferte dem Autor die Antwort:
Die Ursache ist „unsere verwundete Beziehung zur Liebe selbst“ und als Folge der oben erwähnte Groll.
Welwood hält die „Liebeswunde“ für nichts weniger als für die Wurzel aller Beziehungsprobleme.
Nicht nur zwischen Liebespartnern, er meint damit alle Arten von zwischenmenschlichen Problemen: zwischen Arbeitskollegen, Freunden, Familienmitgliedern, ethnischen Gruppen.
Die schlimmsten und verfahrensten Probleme in menschlichen Beziehungen gründen laut Welwood…
„…auf einem tief sitzenden Verdacht, den wir alle in unserem Innern hegen, dass wir nicht einfach nur dafür, dass wir der sind, der wir sind geliebt werden könnten oder als solcher nicht wirklich liebenswert seien. (…) Die Tatsache, dass wir nicht durch und durch wissen, dass wir wirklich geliebt werden oder liebenswert sind, untergräbt unsere Fähigkeit, Liebe frei zu geben oder zu nehmen.“
Er nennt dies „die Kernwunde“, die jede Menge Beziehungsprobleme verursache, und zählt Beispiele auf, wie sich die Unsicherheit darüber, ob wir geliebt werden oder liebenswert sind, zeige und unser Leben beeinflusst:
- nicht vertrauen zu können
- Angst zu haben vor Ablehnung
- Eifersucht
- Rachsucht
- zu mauern
- streiten zu müssen, um zu beweisen, dass man Recht hat
- sich leicht verletzt oder beleidigt zu fühlen
- anderen die Schuld am eigenen Schmerz zu geben
Ich erweitere diese Liste:
- sich zwanghaft Sorgen machen
- Ängstlichkeit
- Skepsis, Zweifel, Bedenken und Vorbehalte bis zu Schwarzseherei
- Hemmungen und Reserviertheit
- Misstrauen und Verdächtigungen
- Neid und Missgunst
- Unnahbarkeit und Hochmut
- Jammern und darin bestätigt werden wollen
Diese Melange ist eine „Stimmung mangelnder Liebe“
Sie zeige sich oft „in Form von plötzlichen Gefühlsausbrüchen in Reaktion auf jede geringste Beleidigung oder schlechte Behandlung.“
Selbst teilnahmsvolle und mitfühlende Menschen trügen oft „ein ordentliches Maß an mangelnder Liebe und rechthaberischem Groll in sich, das unter bestimmten Umständen plötzlich explodieren kann“.
Ich kenne das.
Diese plötzlichen Gefühlsausbrüche.
Wegen irgendwas.
Das muss nicht im Außen sein, es kann auch ein querschießender Gedanke sein, den ich nicht bewusst bemerke.
Mir scheint, als ob das Ego bestimmte Gedanken innerhalb von Nano-Sekunden kapert und für die eigenen Zwecke nutzt.
- Weil es Recht haben will.
- Oder sich ungerecht behandelt fühlt.
- Und so weiter…
Bei manchen Paaren kämen solche Explosionen schon bei den ersten Begegnungen vor und zerstörten eine keimende Beziehung, schreibt Psychotherapeut Welwood.
„Bei anderen richtet die Stimmung von mangelnder Liebe erst später (…) verheerenden Schaden an, wenn einer oder beide Partner eines Tages aufwachen und feststellen, dass sie sich nicht wirklich gesehen oder erkannt fühlen.“
Uff!
Garantiert finden Sie in Ihrem Bekanntenkreis Beispiele für solch verheerende Schäden.
Das kann von nebeneinander leben und „allein zu zweit“ über Resignation bis zu seelischen und körperlichen Übergriffen reichen.
(Für Paare, die das ändern wollen: Klarheit statt Drama)
Welwood kommt aber noch zu einer weiteren Erkenntnis:
„Noch schlimmer ist die Tatsache, dass die Stimmung von mangelnder Liebe jegliche vorhandene Liebe zurückweisen, herunter machen oder zerstören kann. Und dann zu einem Streit mit dem Partner führt.
Irgendwie scheint die Liebe, die erhältlich ist, immer mangelhaft zu sein – sie reicht nicht aus, sie ist nicht gut genug oder nicht von der richtigen Art. Irgendwie kann sie uns nicht davon überzeugen, dass wir wahrhaftig geliebt werden oder wahrhaft liebenswert sind.
Auf diese Weise lässt uns die Stimmung von mangelnder Liebe – als Erwartung, dass wir nicht ganz angenommen oder akzeptiert werden könnten – und derjenigen Liebe gegenüber verschließen, die uns eigentlich davon befreien könnte.“
Das ist starker Tobak.
Ich musste diesen Gedanken sacken lassen, ihn prüfen, mit meiner eigenen Biografie abgleichen.
Wann in meinem Leben habe ich vorhandene Liebe zurückgewiesen, als nicht gut oder nicht richtig empfunden?
Je länger ich darüber nachdachte, umso mehr Situationen und Begegnungen tauchten auf, in denen das vermutlich so war.
Es tat richtig weh – und war dennoch befreiend.
Mich mit dem Gedanken „Liebeswunde“ als Ursache dieser Erlebnisse und Verhaltensweisen zu nähern, entspannte und entlastete mich.
Etwas in mir wurde befriedet, nachgenährt, heilt(e) langsam.
Eine Wohltat.
Die Lust, sich ein „Gegenüber“ aufzustellen und dann ins Unrecht zu setzen
Wie können wir als Menschen mit gebrochenem Herzen diese Liebeswunde heilen? fragt Welwood. Eine Wunde, die über Generationen weitergegeben wurde?
Wie können wir uns von den Auseinandersetzungen befreien, die unsere Welt beherrschen?
Die Essenz dieser Fragen versteht der Psychologe als „das entscheidende Thema des menschlichen Lebens, individuell und kollektiv gesehen“.
Welwoods Ursachenforschung führt auf eine Heilungs-Spur.
Seine Selbsterkundung ließ ihn eine große Befriedigung (!) erkennen, sich ein „Gegenüber (…) aufzustellen und dieses Gegenüber dann ins Unrecht zu setzen“.
Sich aufzuregen, das Gegenüber zu verurteilen und zu bekämpfen.
Dieses Gegenüber – der Gegner, der Feind – kann alles sein
Ein etwas oder ein jemand.
Der Chef, die Firma, die Regierung, das Wetter, andere Autofahrer, Nachbarn, Kollegen, der Partner, die Schwiegermutter, Corona, was und wer auch immer.
Während wir ein Gegenüber aufstellen, machen wir uns selbst „zur verletzten Partei, der das angemessene Urteil“ zusteht, die Bescheid weiß und im Recht ist.
Als Welwood dies bei sich selbst beobachtete, erkannte er, „dass der Groll etwas an sich hatte, was wirklich ziemlich fesselnd war.“
Groll hat etwas Fesselndes an sich
Sie wissen, wovon der Mann da redet, richtig?
Ich erinnere einen Kollegen aus meinen ersten Berufsjahren. Er verschaffte sich solche Ins-Unrecht-setzen-Gelegenheiten mit Explosions-Garantie regelmäßig.
Wenn er jemanden außerhalb der Firma anrief, nuschelte er seinen Namen relativ leise in den Hörer.
In aller Regel konnten die Angerufenen den Namen nicht verstehen und fragten nach – woraufhin der Kollege brüllend seinen Namen wiederholte.
Schlimmer noch, ab und zu schickte er hinterher, ob der andere gefälligst die Ohren aufsperren könne. Es war grottenpeinlich.
Die Tendenz, Gegner aufzustellen, hat aber noch weit üblere Folgen
Denn geeignete Gegner lassen sich nicht nur im Außen finden.
„Am schmerzhaftesten ist die innere Schlacht, die in Ihrem Geist und in Ihrem Körper tobt, wenn Sie sich selbst ins Unrecht setzen oder schlechtmachen – was einen enormen Stress und Selbsthass verursacht“, warnt Welwood.
Wie ist so etwas möglich?
Was ist das für ein „Zwang, Gegner zu schaffen und Groll zu nähren, wenn es uns selbst und die Menschen um uns herum letzten Endes vernichtet?“
Diese Frage ließ den Psychologen nicht mehr los. Er bemerkte ein bestimmtes Gefühl in sich, das er bis in seine Kindheit zurückverfolgen konnte.
Bis hin zu der Beobachtung des kleinen John, dass „die Erwachsenen in meiner Umgebung größeres Interesse daran zu haben schienen, mich für ihre eigenen Pläne zu benutzen, als herauszufinden, wer ich wohl sein mochte.“
Seine Mutter vor allem.
Diese Erfahrung machen viele Söhne, wie ich aus eigener Biografie und aus vielen Coachings mit Männern weiß.
Welwood musste seine Mutter „beiseite schieben“, um seinen eigenen Weg zu finden.
So hatte er sich „von der Liebe getrennt“, schreibt er, und war die frühen Jahrzehnte seines Lebens „vor der Liebe auf der Hut“ geblieben.
Jedoch bei allem, was er in diesen Jahrzehnten tat, war an der Wurzel ein einziger brennender Wunsch:
Lieben und geliebt werden
Das musste er sich eingestehen.
„Auf dem Grunde meines Grolls gegen eine verrückt gewordene Welt entdeckte ich das verletzliche Kind, das immer noch nicht wusste, dass die Liebe voll verfügbar oder wirklich verlässlich ist. Obwohl es augenscheinlich in meinem Leben viel Liebe gab (…).“
Genau so ging es mir.
Die Zeilen hätte auch ich schreiben können.
Sich einerseits unsicher und ängstlich zu fühlen, der Liebe voll und ganz zu vertrauen, und sich andererseits nichts sehnlicher zu wünschen, als zu lieben und geliebt zu werden.
Raus aus dem Dilemma – Ausweg und Neubeginn
Welwoods weiterführende Gedanken machen Hoffnung.
Er schreibt:
„Glücklicherweise kann die uns angeborene Fähigkeit zu Wärme und Offenheit nicht zerstört werden (…).
Deshalb erfordert die Heilung der Wunde des Herzens nicht, dass man etwas Kaputtes repariert.
Ein verwundetes Herz zu besitzen ist wie sich verirrt zu haben – verirrt in den Wolken, die den Zugang zur Sonne, die immer scheint, zeitweise blockieren.“
Man könne ein ganzes Leben lang verloren bleiben in diesen Wolken, fügt Welwood an.
Das bedeute jedoch nicht, dass die Sonne selbst verloren gegangen oder beschädigt worden sei.
„Das Heilen der Liebeswunde erfordert deshalb, dass wir uns der Sonne aussetzen, damit sie das tun kann, was sie von Natur aus will: über uns scheinen.“
Wir müssen an die Sonne!
Ans Licht!
Ans Licht der Liebe, pathetisch ausgedrückt.
Wie könnte das gehen?
Ich mache Ihnen einen ganz praktischen Vorschlag:
Sagen Sie häufig(er) „Ich liebe dich gerade“
Das kleine Wörtchen „gerade“ nimmt den magischen drei Worten ihr Ewigkeitsversprechen.
Es macht sie alltagstauglicher.
Und plötzlich sagbar.
In einem Gespräch mit einem Freund beispielsweise, bei einem Spaziergang mit einer Freundin, mal zwischendurch zum Liebespartner.
Denn es bedeutet, „ich liebe dich“ auf den gegenwärtigen Augenblick zu begrenzen.
Sie sprechen dann von etwas, das für den jetzigen Augenblick gültig ist
Für jetzt, für diesen Moment.
Aber je süßer das Gesagte klingt, umso immerwährender soll es doch bitte sein.
Wie „Ich liebe dich.“
Drei wunderbare Worte.
Wie sehnen wir uns danach sie zu hören.
Und damit wirklich gemeint zu sein!
Ich habe sie in den ersten 30 Jahren meines Liebeslebens nicht sehr häufig gesagt, obwohl mir viel häufiger danach zumute gewesen wäre.
Aber die Furcht ein verheißungsvolles Versprechen zu machen, das ich höchstwahrscheinlich nicht werde einhalten können, hat mich oft verstummen lassen.
Leider.
Klarheit statt Drama
Machen Sie jetzt aus dem Nebeneinander wieder ein Miteinander, durch mehr Distanz und den Mut, den Ursachen des Streits zu begegnen – mit Begleitung.
Damit Sie immer seltener nur nebenher leben.
Denn Sie können nicht vergessen haben, wie es ist, Hand in Hand spaziereh zu gehen…
Lesen Sie weiter: Aus dem Nebeneinander wieder ein Miteinander machen
